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Guo Moruo: Jugend

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Titel Jugend
Autor Guo Moruo
Erscheinungsjahr  1985
Gattung Autobiografie
Typ gebunden
Zustand Gebraucht - sehr gut erhalten
Sprache Deutsch
Übersetzung Ingo Schäfer aus dem Chinesischen
Seitenzahl  294
ISBN 978-3-458-14243-6
Verlag Insel Verlag
Abbildungen keine


Durch das Ich eine Epoche sichtbar machen - China 1910-1913

Guo Moruo, 1892-1978, zählt zu den prominenten intellektuellen Persönlichkeiten des modernen China. Anfang der zwanziger Jahre bahnte er mit seinem Gedichtband "Göttinnen" den Weg für die neue chinesische Lyrik. Er verfaßte vielgespielte historische Dramen und übersetzte zahlreiche Autoren der Weltliteratur ins Chinesische.

"Jugend" ist der zweite Band der Autobiographie Guo Moruos. Die Abschnitte "Zeit der Revolution", "Die schwarze Katze" und "Als ich Sichuan verließ" waren ursprünglich Einzeltexte, sind aber chronologisch miteinander verbunden.

In "Zeit der Revolution" berichtet Guo Moruo von seiner Schulzeit in der von hohen Bergen abgeschirmten, geschichtsträchtigen Provinz Sichuan im Südwesten Chinas. Dem grauen Einerlei des Schulalltags sucht der junge Guo durch die Lektüre der klassischen chinesischen Literatur zu entfliehen. Vor allem aber begeeistert ihn die Revolution des Jahres 1911, die in Sichuan ihren Anfang nimmt. Um so größer ist seine Enttäuschung, als die Revolution zu einem Intrigenspiel der Politiker und Militärs verkommt.

"Die schwarze Katze" beschreibt die Zeit kurz nach der Revolution, in der in Guos Heimat die Scharmützel zwischen den lokalen Clans weitergehen. In die blutigen Auseinandersetzungen ist auch die Guo-Familie verstrickt, die zu den mächtigen Clans der Gegend zählt. Guo Moruo wird von seinen Eltern mit einem Mädchen verheiratet, das er nie zuvor gesehen hat.

"Als ich Sichuan verließ" schildert in der Art eines Reiseberichts Guo Moruos Flucht aus der provinziellen Enge seiner Heimat. Er reist durch China und erlebt dabei die ernüchternden Realitäten eines bis zur Verelendung ausgebeuteten Landes, in dem die ausländischen Mächte sich auf Kosten seines Volkes bereichern.

Guo Moruos Autobiografie ist die umfassendste Selbstdarstellung, die bisher in China veröffentlicht wurde. Sie legt Zeugnis davon ab, wie sich ein einzelner aus einer jahrtausendealten Tradition zu lösen beginnt. Zugleich ist sie ein unschätzbares Dokument für dem tiefen und mühevollen Wandel, den China in diesem Jahrhundert erlebt hat. In seiner Autobiografie will Guo Moruo "durch das Ich eine Epoche sichtbar machen".


Inhaltsangabe

Zeit der Revolution
Vorwort - Erster Teil - Zweiter Teil

Die schwarze Katze

Als ich Sichuan verließ
Durch das Kuimen Tor - Enttäuschende Fahrt in den Norden - Ein Monat in Beijing - Was es nur selten gibt auf der Welt - Der Apfel jenseits des Paradieses

Nachwort von Ingo Schäfer

Zeittafel


Guo Moruo, 1892 unter dem Namen Guo Kaizhen geboren, wuchs in Sichuan unter wohlhabenden Umständen auf. Er erhielt eine traditionelle Ausbildung und besuchte eine reformiert Schule in Chengdu. 1912 heiratet er eine von seine Eltern ausgesuchte Frau und verliess kurz nach seiner Heirat seine Familie und China. In Japan beginnt er ein Medizinstudium und lernt Deutsch, Englisch und Latein. 1919 begann er mit der Übersetzung von Goethes "Faust" und schrieb erste eigene Texte. 1923 schließt er sein Medizinstudium ab, praktiziert aber nie als Arzt. Drei Jahre später beteiligt er sich als Leiter der politischen Abteilung am Nordfeldzug der Guomindang in China und flieht nach dem gescheiterten Nanchang-Aufstand wieder nach Japan. Nach Gründung der Volksrepublik China nahm er zahlreiche offizielle Aufgaben wahr bis er 1978 in Peking starb.

Sein in freien Versen geschriebener Gedichtband "Göttinnen", veröffentlicht 1921, gilt als der Durchbruch einer neuen Lyrik in China. Seine Gedichte brechen mit den Reimgesetzen der klassischen Lyrik und sind in einem freien Rhythmus in Umgangssprache geschrieben. Neben zahlreichen Gedichtbänden veröffentlichte er auch mehrere historische Dramen.

Im Exil in Japan entstehen 1929 - 1932 seine autobiografischen Schriften. In denen er "durch die Geschichte des Ich eine Epoche sichtbar machen" will. Auf Deutsch sind diese Texte unter den Titel "Kindheit" und "Jugend" erschienen. Sie sind im Handel nicht mehr erhältlich.